Ein Netzwerk für neue Ideen

Nicht nur ProfessorInnen und Institutionsvertreter sehen momentan den Bedarf eines Zusammenschlusses. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs versucht sich am Aufbau eines Austauschnetzwerkes für bessere Kommunikation und die Stärkung der Lehre an den Universitäten. Wir stellen vor: Das Nachwuchsnetzwerk  Historische Grundwissenschaften.


 

Unter dem Titel "Quo vadis? Neues aus den Historischen Grundwissenschaften" fand am 18. und 19. März 2015 in München eine Doktorandentagung mit Podiumsdiskussion statt, die von Münchener Doktoranden und Doktorandinnen initiiert wurde. Im Rahmen dieser Tagung diskutierten 26 Nachwuchswissenschaftler über den Status der Historischen Grundwissenschaften in Forschung und Lehre an deutschen Universitäten und über die Möglichkeiten einer Vernetzung von Wissenschaftlern mit grundwissenschaftlichem Hintergrund. ( hier der Tagungsbericht )

Zwei Themen interessierten die Doktoranden dabei besonders: zum einen natürlich die Promotion und für jene, die an einem Lehrstuhl arbeiten, zum andern die Lehre. Denn gerade im Bereich der häufig von Doktoranden unterrichteten Übungen lassen sich die Grundwissenschaften besonders gut einbauen. 

Überblick vs. Erfolgserlebnis?

Mit einer eigenen Sektion widmeten sich die Teilnehmer ganz dem Thema der Lehre. Sich quasi interuniversitär über die eigene Lehrerfahrung austauschen zu können, ist ein Angebot, dass man als Mitarbeiter nicht so einfach geboten bekommt.

Das Fazit, dass gezogen werden konnte, zeigte ein Dilemma der Lehrenden sowie der Studierenden auf. Auf Grund eng getackteter Studienpläne neigen Studenten dazu in den Historischen Grundwissenschaften Überblicks- und Einführungsveranstaltungen zu blegen, die aber einen geringen Attraktivitätsfaktor für die nachhaltige Begeisterung der  Studierenden für zukünftige grundwissenschaftliche Forschung bieten. Da eignen sich projektfokusierte Übungen mehr, bei denen am Ende eine eigene Forschungsleistung steht, die ein Erfolgserlebnis erlaubt. Jedoch scheinen die speziellen Ausrichtungen auf ein Thema den Studenten in der Auswahl vorher als nicht effektiv genug. Ein Problem, welches in der Zukunft angegangen werden soll. Das heißt, es steht nun die Frage: Wie vermittle ich Historische Grundwissenschaften möglichst attraktiv und spannend, um so zukünftige Forscher zu gewinnen?

Doppelarbeit und Ratlosigkeit?

Was für Doktoranden immer ein wichtiges Thema ist, ist die Frage: Arbeitet eventuell bereits jemand zu meinem oder einem ähnlichen Thema? Im Allgemeinen versucht man auf themenbezogenen Tagungen auf diese Fragen eine Antwort zu finden und sich ein persönliches Netzwerk aufzubauen, mit dem man Arbeiten kann. Allerdings sind gerade die Grundwissenschafftler teilweise dünn gesäht und es geht auch selten um primär grundwissenschaftliche Fragestellungen auf aktuellen Tagungen. So verpasst man möglicherweise die Person, die einem z.B in der Methodik gerade weiterhelfen könnte. Auch steht man als "Neudoktorand" zunächst allein. Denn das eigene Netzwerk muss erst aufgebaut werden.

 Anlaufpunkt und Kommunikationsforum

Am Ende dieser ersten Zusammenkunft stand die Erkenntnis, dass eine gemeinsame Anlaufstelle für diese Probleme vieles vereinfachen würde. So entstand die Initiative, ein eigenes Netzwerk für die Nachwuchswissenschaftler in den Historischen Hilfswissenschaften aufzubauen. Damit bietet sich eine zentrale Basis für den gemeinsamen Austausch über aktuelle Fragestellungen genauso wie Methoden, Zusammenarbeit und die Lehre.

Erste Schritte zur Etablierung wurden im letzten Jahr unternommen und auch ein zweites Treffen zur Konkretisierung der Repräsentationsmaßnahmen steht bereits bevor!

Vom 08. bis 09. April trifft sich das Netzwerk in Köln und freut sich über rege Teilnahme.

Interessierte Nachwuchswissenschaftler können sich bei Stefanie.Menke@uni-koeln.de oder Lena.Vosding@uni-duesseldorf.de bis zum 15. März 2016 für die Tagung und durchgängig für das Netzwerk anmelden.

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