Die Jahrestagung 2018 des Netzwerks Historische Grundwissenschaften in München

Im Februar fand die diesjährige Zusammenkunft des NHG statt. Wir geben euch eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse und Anregungen für die fachliche Nachlese.

 

Ein Beitrag von Eric Müller und Jakob Frohmann

 

Unter dem Titel „Notum sit – die Historischen Grundwissenschaften präsentieren sich (neu!)“ fand vom 15. bis 16. Februar 2018 am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München die Jahrestagung des Netzwerks Historische Grundwissenschaften (NHG) statt. Dass das Netzwerk unter jungen Forscherinnen und Forschern immer bekannter wird, zeigte sich erfreulicherweise unter anderem daran, dass zahlreiche alte und neue Mitglieder aus dem Kreis des NHG nach München gekommen waren und die Veranstaltung mit ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht war.


Das zweitägige Programm des von den lokalen Netzwerkmitgliedern Magdalena Weileder, Julian Schulz und Katharina Hupe (alle LMU München) organisierten Treffens sah zehn Vorträge zu verschiedenen Disziplinen der Historischen Grundwissenschaften vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit vor und kann hier  eingesehen werden. Außerdem fanden ein Workshop des Lehrqualifizierungsprogramms LMU PROFiL zum Thema „Feedback geben“ sowie eine wissenschaftliche Posterausstellung statt. Dies diente dazu, den Teilnehmenden weitere praktische Fortbildungsmöglichkeiten in wichtigen Aspekten des „wissenschaftlichen Betriebs“ zu eröffnen, wie es sich das Netzwerk im Bereich der Nachwuchsförderung vorgenommen hat. Gerade die vermittelten Vortrags- und Feedback-Techniken wurde bereits im Verlauf des Doktorandenworkshops sowohl von den Vortragenden als auch den Zuhörenden praktisch umgesetzt und vertieft, was allgemein als große Bereicherung empfunden wurde.

Die wissenschaftlichen Poster wurden im Rahmen eines kleinen Empfangs nach den Vorträgen am Ende des ersten Tages mit einem am Historischen Seminar präsentiert und rundeten diesen in gelungener Weise ab: Das Medium Poster, das in den letzten Jahren auch in den Geschichtswissenschaften zunehmend Anerkennung gefunden hat und sich als wissenschaftliches Präsentationsformat etablieren konnte, wurde von vielen Teilnehmenden genutzt, um bestimmte Aspekte aus den Vorträgen zu vertiefen oder aber um weitere Forschungsprojekte visuell zu präsentieren. Außerdem war so Gelegenheit geboten, sich in angeregter Atmosphäre über aktuelle Vorhaben zu informieren und sich zugleich untereinander über die Gestaltung der Poster auszutauschen.

Nach den Referaten des zweiten Tages und einer Abschlussdiskussion folgte ein interner Organisationsblock, in dem gemeinsam die Aktivitäten des Netzwerks Historische Grundwissenschaften für die nächsten Monate geplant wurden. Unter anderem wurde der Ort der nächsten Tagung des Netzwerks festgelegt, die am 7. und 8. März 2019 an der Bergischen Universität in Wuppertal stattfinden wird.

Im direkten Anschluss an den Workshop fand im Senatssaal der LMU München die Tagung Stand und Perspektiven der Historischen Grundwissenschaften“  statt, auch zu Ehren von Professor Imgard Fees, die demnächst in den Ruhestand verabschiedet wird. Zum Auftakt referierten dort Magdalena Weileder und Julian Schulz auf der Grundlage der Ergebnisse einer Onlinebefragung unter den Netzwerkmitgliedern zum Stand des wissenschaftlichen Nachwuchses der HGW. Tobias Jansen stellte in einem kurzen Beitrag das vom NHG initiierte Projekt des Kommentierten Vorlesungsverzeichnisses der Historischen Grundwissenschaften vor, das entsprechende Lehrveranstaltungen der Hochschulen im deutschsprachigen Raum umfasst und auf Zusendungen basiert.

Ausführliche Berichte zur NHG-Jahrestagung 2018, in denen auch die einzelnen Fachvorträge der Jahrestagung besprochen werden, sind auf dem Blog Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte und auf H-Soz-Kult erschienen.

Auf diesem Blog möchten wir in den folgenden Wochen die ausgestellten Poster der Jahrestagung präsentierten und damit einen tieferen Einblick in eine Auswahl der Forschungsprojekte bieten. Ebenfalls dürfen sie als Beispiele für (nicht nur) geschichtswissenschaftliche Posterpräsentationen genutzt werden. (Anmerkung der Redaktion)



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